Fragen und Antworten

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Diese Fragen und Antworten sollen Ihnen möglichst schon vor Aufkommen von Fragen und Problemen helfen. Ob von der Auswahl der Rasse (wie wir hoffen ein Chihuahua) und des Züchters bis hin zur Aufzucht und Erziehung Ihres Chihuahuas wollen wir hier schon Antworten und erste Tipps geben.

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Letzte Bearbeitung: 08.06.2017 Update einiger Einträge

 

Der Chihuahua

Wie sollte ein Chihuahua aussehen? Wie lautet der Rassestandard?

Laut FCI-Rassestandard (PDF-Dokument auf der Internetpräsenz) sollen Chihuahuas unter anderem folgende Merkmale besitzen:

Bis zum Oktober 2009 waren auch im FCI noch Merle-Tiere offiziell anerkannt. Im AKC (dem amerikanischen Pendant des FCI) sind, wie in den meisten anderen Vereinen auch, Merle noch immer anerkannt (siehe die AKC Chihuahua Standard-Beschreibung unter "color": Jede Farbe, einfarbig, gefleckt oder gepunktet)

Achtung: Das ein Hund dem Rassestandard entspricht, heisst noch nicht dass das Tier auch zuchttauglich ist. Eine Hündin unter 2kg sollte nach unserer Meinung nicht in die Zucht gehen, auch wenn es Vereine gibt, wo dies möglich ist.

 

Welche Farben gibt es beim Chihuahua? Was sind die sogenannten "Sonderfarben"?

Grundsätzlich sind laut Rassestandard bei den Chihuahua alle Fell-Farben erlaubt (in Abhängigkeit vom Zuchtverband auch Merle, siehe dort).

Zudem sei auch angemerkt, daß die Farben teilweise fließend sind und nicht immer genau bestimmt werden können. Ansonsten zählen wir sie hier sortiert nach der üblichen Häufigkeit auf, abgesehen von reinen Farb-Zuchten.

Die Rottöne (siehe unser Graf) in allen Variationen wie auch "wildfarben" (mit dunkleren Flecken im Gesicht und Rücken, siehe unsere Leila) sind vermutlich häufigste Farbvariante bei einer gesunden, farblich vielfältigen (d.h. keine reine Farb-Zucht) Verpaarung der Elterntiere. Die helleren, "ausgewaschenen" Rottöne kommen zur Zeit immer häufiger vor. Die relative Häufigkeit bedeutet allerdings nicht, daß diese Farbe in irgendeiner Weise minderwertig ist. Gerade in der Zucht spielt diese Farbe eine wichtige Rolle. Hinzu kommen die unterschiedlich starken Ausprägungen von schwarzen Fellspitzen (sable) in dem roten Fell.

In der Häufigkeit folgt sicherlich schwarz oder "black" (siehe Fridolin). Der Zusatz "tan" welchen man hier fast immer findet ("black & tan"), bedeutet einfach, dass der Hund an allen Pfoten eine Art brauner Stiefelchen und gewissermaßen hell gezeichnete Augenbrauen hat. Rein schwarzfarbene Chihuahuas, ohne "tan", findet man dagegen äußerst selten (allerdings sehen diese Hunde durch ihre "Eintönigkeit" unserer Ansicht nach auch irgendwie langweilig aus).

Schoko (siehe unser Sherry) kann wohl als die erste "Sonderfarbe" bezeichnet werden, obwohl mittlerweile bereits reine Schoko-Zuchten entstehen, in denen durchweg Schoko-Tiere verpaart werden und somit der Farbe "schoko" die Besonderheit genommen wird. Allerdings ist bei durchweg reiner Schoko-Verpaarung auch ein Farbverlust (zunehmend heller werdende Schoko-Töne) zu beobachten, so daß wir uns von reinen Schoko-Linien distanzieren. Dadurch behalten unsere Schoko-Tiere eine dunklere Farbe, sind aber auch seltener in den Würfen anzutreffen.

Blue wirkt wie ein taubengrau (siehe Momo) und ist noch eine tatsächliche Sonderfarbe, da hier nicht wie bei Schoko so agressiv auf diese Farbe gezüchtet werden kann, ohne die Gesundheit und die Fellqualität zu gefährden. Verpaarungen von Blue-Tieren müssen sehr vorsichtig gewählt werden, da bei falscher Verpaarung schnell Tiere mit gesundheitlichen Problemen (Fellfehler sind hierbei noch die harmloseste Variante) auftreten können.

Lilac ist die übliche Farbe von Weimaranern. Diese Farbe kann mit Recht als eine Sonderfarbe bezeichnet werden, ist sie doch außerordentlich selten, allerdings züchterisch ebenso herausfordernd wie Blue (mit den gleichen oder noch mehr Einschränkungen). Genetisch ist lilac das Zusammentreffen der Ausprägung von blue und schoko.

Weiß (siehe Xenia) ist wohl die seltenste Farbe, wenn es nicht durch Scheckung verursacht wird (Schecken bedeutet weiße Flecken im ansonsten andersfarbigen Fell, siehe hierzu Aico). Die Verpaarung zweier Schecken, wodurch dieses "Schecken-weiß" erreicht werden kann, lehnen wir ab, da wir dies als ungesund betrachten. Der Unterschied zwischen weiß durch Scheckung und dem echten Weiß ist üblicherweise daran zu erkennen, daß ein Schecken-Weiß fast "perfekt weiß" ist, während bei dem "echten" Weiß (auch genannt weiß-creme) oft hier und dort noch ins hell-rötlich gehende Fellregionen zu finden sind.

Dazu kommen die modifizierenden Farbvarianten: gescheckt, gestromt und merle:
Gescheckt bezeichnet man das Fell eines Hundes, wenn die Grundfarbe durch weiße Bereiche durchsetzt oder gar unterteilt ist.
Als gestromt bezeichnet man die schwarzen Linien, welche sich wie Flammen durch das sonst rötliche Fell ziehen.
Merle bezeichnet man das wie marmoriert wirkende Fell in den schwarzen Regionen. Diese Farbvariante ist sehr umstritten. Siehe hierzu auch unsere Sonderseite zu Merle

 

Chihuahuas sind doch keine richtigen Hunde...

Natürlich sind auch Chihuahuas richtige Hunde und keine Stofftiere oder Modeassecoirs. Viele Society-Girls wie die im Zusammenhang mit Chihuahuas immer wieder gerne genannte Paris Hilton vergessen dieses. Ein Chihuahua hat die gleichen Bedürfnisse wie ein großer Hund auch. Auch der Chihuahua geht sehr gerne spazieren und braucht seinen Auslauf. Er will nicht die ganze Zeit in einer Tasche durch die Gegend getragen werden und den ganzen Tag still auf dem Sofa liegen. Als Welpe muß auch einem Chihuahua erst die Stubenreinheit beigebracht werden. Auch ein Chihuahua muß gefüttert und gepflegt werden und braucht den Bezug zu seinem Herrchen. Wie jeder andere Hund auch kann auch der Chihuahua zwischendurch Haaren. Er kann auch einige Dummheiten anstellen wie Löcher buddeln, Katzen jagen oder die neuen Gucci-Schuhe zerbeißen.
Auch bei der Erziehung sehen wir keinen Grund, zwischen kleinen und großen Hunden zu unterscheiden. Oft sind die kleinen Rassen sogar schlechter erzogen als die großen Vertreter, da anscheinend Herrchen oder Frauchen die Macken ihrer "Schätzchen" als niedlich empfinden. Wir empfehlen hier genau so streng durchzugreifen wie bei einem großen Hund, umso harmonischer wird das Zusammenleben.

 

Kann ich mit einem Chihuahua genauso spazieren gehen, wie mit einem großen Hund?

Natürlich kann man auch mit einem Chihuahua richtige Spaziergänge machen. Dabei kommt es immer darauf an, ob der Chihuahua an regelmäßige Spaziergänge gewöhnt ist und somit auch die Kondition hat. Ist dies der Fall, so kann ein Chihuahua auch mit manchen größeren Hunden mithalten. Vielleicht nicht mit Rennmaschinen wie z.B. Huskys usw. aber mit so mancher anderen Rasse. Spaziergänge von einer guten Stunde, manchmal auch mehr, sind für einen gesunden Chihuahua normaler Größe (2-3kg), der das Laufen auch gewohnt ist, kein Problem. Bei Minichihuahuas sollte man aber etwas vorsichtiger sein. Sie halten meist nicht ganz so lange durch wie ihre normalgroßen Artgenossen (Wie so oft gibt es aber auch hier Ausnahmen). Das heißt aber nicht, daß man die kleineren Chihuahuas den ganzen Tag in einer Tasche herumtragen soll. Sie laufen auch sehr gerne und brauchen auch ihren täglichen Spaziergang. Man sieht mit der Zeit, wie lange der Hund durchhält und auch laufen möchte und kann sich auch darauf einstellen.

Ich habe einen Welpen gekauft, was halten Sie von dem Tier? Ist mein Hund reinrassig?

Häufig bekommen wir Mails mit einem Foto und werden gefragt, was wir von diesem Chihuahua halten. Teilweise kann man nicht mal sagen ob der Hund bereits gekauft wurde, oder noch gekauft werden soll, oder ob vielleicht sogar der Welpe an uns angeboten werden soll.

Generell machen wir keine "Typberatung", d.h. wir machen keine Aussagen zu Welpen welche nicht von uns sind, weder zum Typ, zur Größe, oder anderes. Zu Bewertungen über Hunde einer Zucht sollte man sich unserer Meinung nach nicht auf einen anderen Züchter verlassen, da diese ja doch irgendwie in Konkurenz stehen. (Gerade bei den Chihuahua-Züchtern ist es schon bald keine Konkurenz, sondern man muss schon eher von Feindschaft reden. Untereinander wird sich gegenseitig auch mal Erbkrankheiten, schlechte Haltungsbedingungen, untypvolle Tiere und anderes nachgesagt, obwohl man den anderen Züchter gar nicht kennt und die Zuchtstätte nie gesehen hat.)

Was ist denn der "gemäßigte Typ"?

Immer häufiger wird von dem "gemäßigten Typ" berichtet. Offiziell gibt es keinen solchen Typ. Ein Hund ist typvoll für die Rasse, oder eben weniger. Wir vermuten hinter dieser Wortwahl einfach wieder nur ein Verkaufsargument für "nicht ganz so typvolle" Vertreter der Rasse. (So werden teilweise auch längere Nasen entgegen dem Rassestandard einfach mal als "gesünder" bezeichnet.)

 

Mini-Chihuahua, Teacup-Chihuahua und Qualzucht

Was hat es mit diesen Mini- bzw. Teacup-Chihuahuas auf sich?

Seit einiger Zeit steigt die Nachfrage nach immer noch kleineren Hunden dieser ohnehin schon kleinen Rasse. "Mini" darf sich eigentlich schon jeder Chihuahua unter 2kg nennen. Dies ist aber anscheinend vielen Züchtern nicht genug, und so bewerben sie ihre Tiere mit "Teacup"-Chihuahuas, die "in eine Teetasse passen". Um möglichst kleine Tiere zu züchten, verpaaren sie dann auch Hündinnen mit Gewichten unter 1,5Kg oder noch weniger (siehe hierzu auch Qualzucht). Von einem vor einiger Zeit angeschriebenen (offensichtlich nicht so um die Gesundheit der Tiere bemühten) Zuchtverein erhielten wir hierzu auf die Anfrage, ob Hündinnen mit 1,6kg denn überhaupt zuchtzugelassen werden können, die Aussage: "Der Standard erlaubt Tiere zwischen 500 Gramm und 3 Kg." Wollte uns dieser Zuchtverein damit sagen, dass es in Ordnunng ist wenn Hündinnen mit 550 Gramm gedeckt werden? Die meisten Verantwortlichen weigern sich zum Glück, Hündinnen unter 2kg zuchttauglich zu schreiben.
Dabei bedeutet "kleine Eltern" nicht auch gleich "kleine Welpen", auch wenn dubiose Züchter gerne behaupten, dass das Endgewicht der Nachkommen zwischen dem Gewicht der Eltern sein wird. Dies ist großer Unsinn! Kleine Tiere können große Nachkommen haben und umgekehrt.

Zu guter Letzt werden aufgrund des Miniwahns Tiere unter Angabe eines falschen Alters vorzeitig abgegeben. Nicht selten sieht man angeblich 12 Wochen alte Welpen, die nicht einmal ihre Ohren aufgestellt haben (zur Information: Dies geschieht üblicherweise in der 6-8ten Woche, kann selten aber auch erst nach der 12ten Woche geschehen).

Wir möchten hier noch einmal ausdrücklich auf die Problematik der Unterzuckerung gerade bei besonders kleinen Welpen hinweisen.

Weitere Informationen zu diesem Thema sind auf unserer Seite "Mini-Chihuahua" zu finden.

 

Qualzucht, was ist damit gemeint?

Häufig taucht im Zusammenhang Mini- oder Teacup-Chihuahua auch der Begriff "Qualzucht" auf. Natürlich ist das Leben eines kleinen Hundes genau so wertvoll wie das eines großen Tieres. Wenn allerdings solch kleine Hündinnen zur Zucht eingesetzt werden, überschreitet dies die Grenze zur Tierquälerei.
Kleine Elterntiere bedeutet nicht garantiert auch kleine Nachkommen, und so kann es passieren, daß eine Hündin von 1,5Kg oder weniger einen Wurf von 4 oder mehr normalgroßen Welpen von jeweils 120g bekommt. Das entspricht einem Gesamtgewicht von ca. 1/3 des eigenen Gewichtes (plus Nachgeburt etc)! Und diese Hündinnen können auch große Nachkommen von 150g und mehr bekommen.
Da Hündinnen in der letzten Trächtigkeitswoche kaum noch Futter zu sich nehmen, benötigen sie natürlich Reserven. Leichte Hündinnen haben nicht viele Reserven und bei einer Trächtigkeit wird dadurch das Leben der Hündin riskiert (siehe auch Unterzuckerung).
In dem Rassestandard ist aufgeführt, das Hunde selbst unter einem Kilo akzeptiert werden. Dieser Standard gilt jedoch in erster Linie für die Bewertungen bei Ausstellungen. Von einer Zucht mit Hündinnen unter 2kg ist jedoch abzusehen, und die meisten Zuchtwarte und Tierärzte weigern sich glücklicherweise solche Hunde zuchttauglich zu schreiben.
Auch aus diesem Grund raten wir zum Kauf nur mit Papieren, damit solche Hündinnen nicht zur Zucht eingesetzt werden. Auch wenn es leider Vereine gibt, die diese Hündinnen dennoch zur Zucht zulassen.

Mittlerweile wird von vielen Gegnern der Merle-Chihuahuas auch die Merle-Zucht als Qualzucht bezeichnet. Hier raten wir zunächst einmal weitere Infos über Merle zu recherchieren.

 

Wieso haben Sie verhältnismässig mehr Mini-Chihuahuas als andere Züchter abzugeben?

Mittlerweile werden wir oft gefragt, ob wirklich alle Hunde, die wir als "kleinbleibend" bezeichnen, wirklich so klein bleiben und wieso wir verhältnismässig so viele sehr kleinbleibende Chihuahuas haben. Tatsächlich würden wir behaupten, dass bei unseren Würfen nicht mehr besonders kleine Chihuahuawelpen fallen als bei anderen Züchtern.

Ist in einem Wurf ein besonders klein bleibender Welpe, beginnen aber erst die Probleme mit solchen Tieren: Einige fressen nicht, werden von der Mutter verstossen, werden nicht richtig geputzt dass sie Verstopfung bekommen und so weiter. Es gibt Züchter, die hier einfach überfordert sind und mit diesen Tieren nicht klar kommen. Sei es weil der Züchter berufstätig ist und nicht 24/7 für die Welpen da sein kann oder er emotional überfordert ist, wenn eines dieser Würmchen trotz aller Mühen dann doch eingeht. Auch haben wir bereits in einem Forum die Aussagen von Züchtern gelesen "wenn der Welpe nicht von alleine überlebt, ist er nicht lebenswürdig". Bei solchen Züchtern stirbt ein solch winziger Welpe also einfach, und die Allgemeinheit wird hiervon nie etwas mitbekommen. Man wird nur von den normalgrossen, kräftigen Welpen erfahren.

Natürlich bekommen wir auch nicht jeden Welpen durch, aber wir können bei jedem Tier mit ruhigem Gewissen sagen "wir haben alles menschenmögliche versucht". Wir kämpfen um das Leben jedes einzelnen Welpen. Durch unsere langjährige Erfahrung überleben glücklicherweise verhältnismäßig viele dieser Mini-Welpen, auch dadurch dass bei uns im Haushalt immer eine Person anwesend ist, die sich um die Welpen kümmern kann.

Aus diesen Gründen mag es aussehen, als hätten wir verhältnismässig viele Minis in unseren Würfen.

 

Rund um die Gesundheit

Was passiert bei Impfungen? Worauf muss ich achten?

Bei einer Impfung wird der Körper bzw. das Imunsystem entweder mit abgetöteten oder stark abgeschwächten Krankheitserregern gereizt. Das Imunsystem "lernt" förmlich den Krankheitserreger kennen und kann beim nächsten Mal schneller und stärker gegen diesen vorgehen. Da hierbei wie geschrieben teilweise lebende Krankheitserreger eingesetzt werden, sollte das Tier bei der Impfung bei bester Gesundheit sein. Auf diesen Umstand wird der verantwortungsvolle Tierarzt aber achten und im Zweifelsfall auch eine Impfung verschieben.

Auch zu beachten ist hierbei, dass die abgeschwächten Viren einen zweiten Hund anstecken können, wenn bei diesem die Impfung abgelaufen ist.

ACHTUNG! Seit einiger Zeit sind die Impfstoffe (gegen Leptospirose) geändert worden. Diese sind neuerdings deutlich stärker, was besonders bei kleinen Rassen und Welpen auffällt. (Bei uns und auch bei anderen Züchtern sind sowohl gesunde, nicht kleinwüchsige Welpen als auch erwachsene, 3Kg schwere Tiere nachweislich an der Impfung verstorben). Um die Gesundheit der Tiere nicht unnötig zu strapazieren, sollte die Jahresimpung nicht mehr mit der Tollwutimpfung kombiniert werden, sondern diese lieber sicherheitshalber einige Wochen später durchgeführt werden. Weisen Sie ruhig Ihren Tierazt darauf hin, dass Sie keine Doppelimpfung wünschen, sondern mit Ihrem Welpen lieber ein weiteres Mal vorbei schauen.

 

Was ist Parvovirose?

Parvovirose ist eine Viruserkrankung, die gerade im Welpenalter meist tötlich verläuft. Der Hund bekommt Fieber und blutigen Durchfall. Vorbeugend kann der Hund geimpft werden.

Welche Impfungen sind wann fällig?

In der 8-9 Woche, also vor der Abgabe, sollte ein Hund das erste Mal geimpft werden. Hierbei erhält der Hund seinen Impfpass. Wir verwenden nur den blauen EU-Impfpass, also ist spätestens jetzt auch eine Kennzeichnung (Chippen) fällig (der blaue EU Impfausweis wird nur an gekennzeichnete Tiere ausgegeben). Mit 3 Monaten ist eine Wiederholungsimpfung fällig, dabei wird der Hund üblicherweise direkt auch gegen Tollwut geimpft. Wie aber oben beschrieben, empfehlen wir diese Tollwutimpfung von der Jahresimpfung zu trennen.
Die weiteren Impfungen werden im Jahrestakt fällig, so z.B. die Tollwutimpfung. (Mittlerweile gibt es auch länger gültige Tollwutimpf-Präparate. Wollen Sie jedoch auf Ausstellungen gehen, beachten Sie daß die meisten Veranstalter eine maximale Frist von einem Jahr für die Tollwutimpfungen verlangen.)

 

 

Was ist diese PL (Patellaluxation) von der man immer hört?

PL ist, einfach gesagt, eine krankhaft lockere Kniescheibe. (Patella = Kniescheibe; Luxation = Gelenkserkrankung; siehe auch "Patellaluxation" im deutschsprachigen Wikipedia). In leichten Formen kann dies auf den Hund keine direkten Auswirkungen haben.
Mit einem guten Jahr kann man einen Chihuahua auf PL testen lassen. Ein Befund wird oft rechts-/linksseitig notiert, so kommen Ergebnisse wie beispielsweise "PL 0/0" zustande.
Generell sollte nur mit befundfreien (PL 0/0; PL-frei) Tieren gezüchtet werden, um eine vererbte PL so weit möglich auszuschließen. Leider lässt sich auch durch PL-freie Eltern das Risiko auf PL nicht komplett ausschließen. Zudem gibt es noch eine nicht angeborene PL, welche beispielsweise durch zu starke Belastung in der Jugend hervorgerufen werden kann.

PL tritt übrigens nicht nur bei Chihuahuas auf.

 

Was bedeutet "Zähne Schere 6/6"?

Die Zahlen beziehen sich auf die Schneidezähne des Hundes, jeweils eine Zahl für die Anzahl der Schneidezähne oben und unten. Ein vollständiges Gebiß eines Hundes besitzt jeweils 6 Schneidezähne (Siehe Zahnformel Hund im deutschsprachigen Wikipedia). Die Fang- und Backenzähne werden bei dieser Zahlformel nicht berücksichtigt. Den Zusatz "vollzahnig" bedeutet weiterhin nicht nur das Vorhandensein aller Schneidezähne, sondern auch aller übrigen Backenzähne. Leider wird "vollzahnig" häufig fälschlicherweise auch schon einfach nur für das Vorhandensein aller Schneidezähne (also ein 6/6 Gebiß) verwendet.

"Schere" bezieht sich auf die Zahnstellung, bzw. die Kieferstellung. Dabei ist "Schere" die bei den meisten Hunderassen begehrteste Zahnstellung. Des weiteren gibt es noch "Zange", und die beim Chihuahua zuchtausschließenden Stellungen "Vorbiß" und "Rückbiß".

Allerdings ist vom Milchzahngebiss noch nicht auf das Gebiss des ausgewachsenen Tieres zu schliessen. Hier ändert sich während des Wachstums noch sehr viel. Dies ist auch der Grund, warum in einem Kaufvertrag die Gewähr über das Gebiss ausgeschlossen wird. Bei einem im Wachstum befindlichen Welpen sollte aus diesem Grund auch ein Zerren bei Rangeleien um z.B. den Kauknochen vermieden werden, weil hierbei der noch formbare Kiefer womöglich in Mitleidenschaft gezogen wird.

 

 

Sind Chihuahuas krankheitsanfälliger als große Hunde?

Bedingt durch das geringe Körpergewicht sinkt die Körpertemperatur in der kalten Jahreszeit schneller als bei großen Tieren. Daher sollte man nicht zu lange mit ihnen bei zu kaltem Wetter draußen bleiben, um eine Unterkühlung zu vermeiden. Ansonsten sind Chihuahuas nicht schneller oder öfter krank als große Hunde.

 

Sind Mischlinge nicht gesünder als Rassehunde?

Diese Aussage stammt vermutlich daher, daß in der Genetik oft mischerbige (d.h. die zwei Allele eines Gens sind unterschiedlich) Organismen als besonders leistungsfähig angesehen werden. (siehe hierzu der sogenannte Heterosis-Effekt).
Das allerdings nicht einfach Mischlinge immer gesünder sind, kann man sich einfach klar machen wenn man sich einen Schäferhund mit Dackelbeinen (Suchen Sie einfach mal nach "Schäferhund Dackel Mischling") vorstellt... Das kann nicht wirklich gesund sein. Aber so etwas kann passieren, wenn ein Laie einfach Rassen kreuzt.
Den oben genannten Heterosis-Effekt erreicht man auch schon durch Verpaarung von möglichst blutsfremden Elterntieren. Aus diesem Grund vermeiden wir gewisse Verpaarungen (z.B. Mutter/Sohn) und bemühen uns, immer wieder frisches Blut in unsere Linien zu bekommen.

 

Werden Chihuahuas wirklich meist per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht?

Leider geht im Internet das Gerücht um, daß die meisten Chihuahua-Geburten per Kaiserschnitt stattfinden. Dies ist ganz klar falsch. Richtig ist, dass bei zu kleinen Hündinnen (unter 2kg) die Gefahr auf einen Kaiserschnitt stark wächst.
Ein Kaiserschnitt belastet die Hündin extrem, die Wunde braucht Nachbehandlung und ein verantwortungsvoller Züchter wird spätestens nach dem zweiten Kaiserschnitt eine weitere Trächtigkeit vermeiden, um weitere Komplikationen auszuschliessen. Teilweise wird ein Tierarzt sogar direkt beim Kaiserschnitt die Kastration vornehmen. Hieran sollte man erkennen, dass ein verantwortungsvoller Züchter einen Kaiserschnitt um alles zu vermeiden versucht.

 

Was hat es mit dem bei Chihuahuas häufig auftretenden "Rückwärtsniesen" auf sich?

Hin und wieder kommt es bei Chihuahuas vor, dass sie "Rückwärtsniesen". Es hört sich an, als ob das Tier etwas verschluckt hätte und nun versucht, es herauszuwürgen. Gerade wenn die Hunde erregt sind (weil Herrchen/Frauchen mit ihnen tobt oder weil es ein besonderes Leckerchen gibt) kommt dies vor. Hier hilft (falls überhaupt nötig) ein einfaches Hand auf den Kopf legen. Dadurch beruhigt sich der Hund wieder und das Grunzen hört ebenfalls schnell auf. Auch ein einfaches An-/Hochheben (Hand unter den Bauch) hilft hier oft ganz schnell.

 

Wie erkenne ich eine Unterzuckerung, und was kann ich dagegen tun?

Besonders bei den kleineren Hunden kann es vorkommen, dass sie Unterzuckern. Dies geschieht, wenn der Hund nicht genug oder zu lange nicht gefressen hat, weil andere Hunde alles weggefressen haben, oder zu lange interessante Ablenkung wie Spielen oder Gäste da waren. Er sitzt dann z.B. träge in seinem Körbchen, hat kein Interesse an seinem Lieblingsspielzeug, die Beine rutschen auseinander und können das Körpergewicht nicht mehr halten, das Tier bekommt den Kopf offensichtlich nur noch schwer gehoben und in extremen Fällen fängt das Tier auch zu zittern an.

Achtung: Unterzuckerung kann innerhalb von Stunden zum Tode führen!!

Aus diesem Grund sollte man gerade bei den Welpen und bei besonders leichten Chihuahuas genau darauf achten, daß sie regelmäßig fressen. Bei langen Spaziergängen z.B. einfach ein paar Leckerlies mitnehmen und dem Hund regelmässig etwas geben.

Benimmt der Hund sich verdächtig und zeigt Anzeichen einer Unterzuckerung, sollte man versuchen ihn zum Fressen zu bringen. Mit Traubenzucker (oder auch Dextro-Energy) in etwas Wasser gelöst kann der Zuckergehalt recht schnell wieder hoch gebracht werden, jedoch fällt er danach auch schnell wieder. Dies kann nur als kurze Überbrückung genutzt werden.

Auf jeden Fall sollte das Tier zum Tierarzt gebracht werden. Eine Aufbauspritze hilft sehr schnell, und der Appetit kehrt rasch wieder.

 

Mein Hund "fährt Schlitten". Was hat das zu bedeuten?

"Schlittenfahren" kann ein Zeichen für volle Analdrüsen sein. Dabei geht der Hund in "Sitz"-Position und läuft dann mit den Vorderpfoten, so dass er mit dem Hintern über den Boden schleift.
Üblicherweise entleeren sich die Analdrüsen von alleine; hin und wieder kommt es aber vor, dass sie zusitzen (besonders nach einem Durchfall) oder sich sogar entzünden. Dann müssen die Analdrüsen geleert und gesäubert bzw. ausgespült werden. Der Tierarzt erledigt das üblicherweise rasch und professionell. Erfahrene Hundehalter können dies aber auch selber erledigen. Eine kurze Anleitung finden Sie z.B. hier.

Allerdings kann das Jucken am After auch durch starken Wurmbefall hervorgerufen werden. Ist die letzte Wurmbehandlung schon lange her und an den Analdrüsen der Bereich nicht gerötet oder leicht geschwollen, ist eher ein Wurmbefall zu vermuten. Hier sollte dann eine Wurmbehandlung durchgeführt werden.

 

Mein Hund hat einen (Eck-)Zahn doppelt. Wann sollte ich diesen ziehen lassen? NEU 12.01.2017

Da der Hund beim Zähne ziehen in eine Narkose gelegt werden muss und größere/schwerere Hunde die Narkose besser überstehen, sollte man unserer Meinung bei kleinen Rassen mit dem Zähne ziehen möglichst lange warten. Zudem besteht dann auch noch eine Chance, dass der Zahn doch noch von alleine fällt. Wir haben bei doppelten Eckzähnen schon erlebt, dass diese mit einem Jahr erst alleine gefallen sind. So lange würden wir also auch warten, bis der Zahn vom Arzt gezogen wird. Bei ganz kleinen Minis würden wir sogar überlegen, ob der Zahn evtl gar nicht gezogen werden soll, um dem Hund die Narkose zu ersparen. Hier sollte mit einem Tierarzt darüber gesprochen werden, ob die Zähne auch im Zweifelsfall ein Leben lang doppelt stehen können.

Vor der Anschaffung

Darf ich in meiner Wohnung auf jeden Fall einen Chihuahua halten?

Es gibt nun seit einigen Jahren ein Gesetz, daß die Haltung von Kleintieren auch ohne die Zustimmung des Vermieters auf jeden Fall erlaubt. Hunde fallen allerdings nicht unter dieses Gesetz! Ist im Mietvertrag ausdrücklich die Tierhaltung oder sogar direkt eine Hundehaltung verboten, darf auch kein Chihuahua oder anderer Kleinhund gehalten werden und sei er noch so winzig. Macht der Mietvertrag die Haltung von Tieren von der Zustimmung des Vermieters abhängig, muß der Vermieter vorher gefragt werden. Bei einem kleinen Hund könnte man in diesem Fall aber Glück haben, daß der Vermieter doch zustimmt. Steht zur Tierhaltung nichts im Mietvertrag, sind die Interessen aller Beteiligten abzuwägen. Also auch die der Nachbarn und des Vermieters. Steht nichts im Mietvertrag heißt das also nicht, daß man sich auf jeden Fall einen Hund anschaffen kann. Es muß dennoch vorher abgeklärt werden. Der Vermieter hat das letzte Wort!

 

Was brauche ich, damit der Welpe bei mir einziehen kann?

Folgende Check-Liste sollte der neue Hundehalter durchgehen, bevor der Welpe in das neue Heim geholt wird:

 

Ich bin Allergiker, kann ich auf Chihuahuas reagieren?

Natürlich reagiert jeder Allergiker anders. So kann man auf eine Rasse reagieren, während eine andere Rasse keine Reaktion zeigt.

Sogar zwischen Kurz- und Langhaar-Chihuahuas sind die Reaktionen unterschiedlich. Üblicherweise reagieren Allergiker stärker auf die Langhaar-Chihuahuas. Allerdings können auch Kurzhaarige allergische Reaktionen auslösen.

Eine kritische Phase für Allergiker ist der Fellwechsel vom Welpenfell zum Erwachsenenfell etwa von der 15ten bis zur 22ten Woche (und dies besonders bei Langhaar-Tieren wo die Haare teilweise büschelweise ausfallen). Auf den Fellwechsel zwischen Sommer- und Winterfell reagiert man deutlich weniger, und der Wechsel fällt bei den kurzhaarigen Chihuahuas auch deutlich weniger auf als bei der langhaarigen Variante.

(Diesen Fall haben wir in der Familie: Abgesehen vom Fellwechsel Baby- auf Erwachsenenfell der Langhaar-Tiere zeigt sich keine Reaktion.)

Am sichersten ist es, wenn Sie vor Anschaffung und bei Neigung zu allergischen Reaktionen erst eine gute Zeit (am Besten mehrere Stunden) in Gesellschaft von Chihuahuas aufhalten und auf allergische Reaktionen achten. Bedenken Sie, dass zur Zeit des Fellwechsels die Reaktionen verstärkt auftreten.

 

Mit welchen weiteren Unkosten muss ich nach der Anschaffung eines Chihuahuas rechnen?

Auch nach der Anschaffung fallen natürlich monatlich bzw. jährlich regelmäßige Kosten an. Im Schnitt sollte man also schon mit 70 Euro pro Monat an "laufenden Kosten" rechnen, bei unvorhergesehenen Ereignissen auch mehr.


"Geschlechterkampf": Rüde oder Hündin?

Hat man sich entschieden, einen Hund ins Haus zu nehmen, stellt sich immer die Frage, ob Rüde oder Hündin. Im allgemeinen ist dies Geschmackssache, allerdings halten sich hartnäckig die Gerüchte, daß Rüden unsauber und nicht so anhänglich wären. Das stimmt so nicht! Jedes Geschlecht hat seine Vor- und Nachteile:

Die Hündin wird im Durchschnitt 2 mal im Jahr läufig. Für die Zeit von ca drei Wochen wird die Hündin also auch Blutstropfen verlieren. Normalerweise halten sich die Hündinnen selbst sauber, dies ist aber wie so viele Dinge von Hündin zu Hündin unterschiedlich. Die eine Hündin ist sauberer und schmiert weniger Blut durch die Wohnung, die andere Hündin bekommt das nicht so gut hin. Auch die Stärke der Blutung ist von Hündin zu Hündin unterschiedlich: Die eine Hündin blutet stärker als die andere. Es gibt zwar mittlerweile Schutzhöschen mit Wechseleinlagen aber die meisten Hunde mögen diese Hosen nicht. So kann es also sehr gut sein, daß die Dame sich diese Schutzhöschen sehr schnell zerbeißt. Während dieser Zeit ist auch erhöhte Vorsicht geboten, damit nicht ein Rüde aufmerksam wird und es ungewollten Nachwuchs gibt. Auch Zäune oder Leinen bieten keinen optimalen Schutz. So mancher Rüde ist schon über einen Zaun gesprungen, wo unsereins sagen würde "da kommt doch kein Hund rüber". Auch so manche Leine ist schon gerissen und die Dame hat sich einfach aus dem Staub gemacht und hat einmal den Nachbarrüden besucht. Dann gibt es natürlich auch die nicht angeleinten Hunde, die einem beim Spaziergang immer wieder den Weg kreuzen. Gerade diese Situationen dürfen Sie nicht unterschätzen. Sie werden nur schwer verhindern können, daß der ankommende Rüde nicht auf ihre Hündin springt. Bei den größeren Rassen ist das Gewicht und die Kraft das Problem, die kleineren Rassen sind meist so flink, daß man sie kaum gefaßt kriegt. Das Hochheben der Hündin bietet nur bei den Rüden kleinerer Rassen einen wirklichen Schutz. Bei den männlichen Vertretern größerer Rassen ist wieder Kraft und Masse das Problem. Da kann man ganz leicht umgeworfen werden. Auch wenn das Herrchen des Rüden dazu kommt, hilft dies nicht viel. Viele Hundhalter haben ihre Tiere nicht so im Griff, wie sie meinen. Wenn dann noch eine läufige Hündin im Spiel ist, kennen viele der Rüden auch ihr Herrchen nicht mehr. Auf "sitz" oder "komm" hören die Tiere dann erst recht nicht mehr. Sie glauben auch nicht, wie schnell der ganze Akt gehen kann. Hängen die Tiere erst einmal zusammen, ist es auch schon zu spät. Dann sollte auch auf keinen Fall versucht werden, den Rüden von der Hündin zu ziehen, da nicht nur der Rüde, sondern auch die Hündin erheblich veretzt werden kann. Durch eine Sterilisation kann das Problem zwar behoben werden; man sollte sich aber überlegen, ob die Nachteile einer Sterilisation nicht doch überwiegen.

Der Rüde markiert natürlich an der ein oder anderen Ecke. Entgegen vielen Gerüchten kann man dies allerdings in der Wohnung durch gute Erziehung unterbinden. Jedem Welpen kann beigebracht werden, nicht in die Wohnung zu machen. Kommt der Rüde in das geschlechtsfähige Alter, sollte man nochmals besonders aufpassen, und darauf achten, daß er nicht anfängt zu markieren. Falls er dieses tun sollte, genau wie bei einem Welpen zeigen, daß dieses nicht erlaubt ist. Stubenreine und gut erzogene Rüden machen im allgemeinen nicht in die Wohnung und markieren dort auch nicht. Falls allerdings Bekannte mit einer Hündin zu Besuch kommen, die vielleicht auch noch bald heiß wird oder sogar heiß ist, kann es sein, daß der Rüde trotzdem versuchen wird, an der ein oder anderen Ecke doch zu markieren. Auch muß man darauf achten, daß der Rüde nicht ausbricht, wenn er eine läufige Hündin in der Nachbarschaft riecht. Nach einer Kastration ist das Problem des Nachlaufens von Hündinnen und Markieren als Zeichen des Geschlechtstriebs behoben. Allerdings markieren Rüden auch zum Abstecken ihres Reviers und Urinieren auch, indem sie das Beinchen heben. Also kann man es nicht ganz abstellen. Eine gute Erziehung ist also absolut notwendig. Es sollte auch, wie auch bei der Hündin, überlegt werden, ob die Nachteile einer Kastration nicht doch überwiegen. Das die Rüden strenger riechen als Hündinnen stimmt allerdings nicht. Es kann höchstens sein, daß der Urin von unkastrierten Rüden etwas strenger riecht, aber nicht der Rüde selbst.

Beide Geschlechter sind gleich stark verschmust. Da kommt es voll und ganz auf den Charakter des Hundes, den Umgang mit dem Hund und die Zeit an, die man mit seinem Hund verbringt. Auch die Größe kann man nicht am Geschlecht fest machen. So gibt es für die jeweilige Rasse sehr große Hündinnen und sehr kleine Rüden und umgekehrt.

 

Welche Haarvariation: kurz oder lang?

Ob Kurz- oder Langhaar besser gefällt, ist eine reine Geschmacksfrage.

Kurzhaarige Chihuahuas können natürlich Kleinigkeiten, die nicht dem Idealbild entsprechen, schwerer kaschieren. Daher finden wir persönlich es schwerer, einen richtig typvollen Kurzhaar-Chihuahua zu finden, als einen typvollen Langhaar.

Die kurzhaarigen Chihuahuas sind erfahrungsgemäß etwas temperamentvoller, die langhaarigen sind etwas ruhiger, was nicht heißen soll das sie "nur faul auf der Couch liegen". Ein Rudel wird somit nicht selten von einem Kurzhaar dominiert. Es gilt aber auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel.

 

Informationen zu Züchtern

Sie wohnen so weit weg, können Sie uns nicht einen Züchter in unserer Nähe empfehlen?

Sehr wahrscheinlich nein.
Züchter, die wir nicht kennen, werden wir nicht empfehlen. Da wir aber selber nur Züchter in unserer Umgebung gut genug kennen, werden wir kaum einen Züchter in Ihrer Umgebung empfehlen können.

 

Wie finde und woran erkenne ich einen seriösen Züchter?

Züchter zu finden ist in der modernen Zeit des Internets kein Problem, in einer Suchmaschine einfach "Zucht Chihuahua" eingeben und schon wird man fündig. Danach stellt sich nur noch die Frage ob der gefundene ein seriöser Züchter mit gesunden, typvollen Tieren ist.

Ganz sicher kann man nie gehen ob der Züchter seriös ist, aber hier ein paar Stichpunkte, an denen Sie sich orientieren können. Lesen Sie sich auch auf jeden Fall unsere Seiten zu den Betrügerbanden durch, um die gängigen Betrugsmaschen kennenzulernen.

Ansonsten ist es auch eine gute Idee, auf einer Hundeausstellung mit Hundehaltern und auch Züchtern ins Gespräch zu kommen. Hier ist auf jeden Fall ein guter Ort für den direkten Erfahrungsaustausch.

 

Worauf sollte ich bei der Auswahl eines Züchters noch achten?

Mittlerweile gibt es viele vereinslose Züchter. Einige von ihnen stehen offen zu ihrer Unabhängigkeit, andere versuchen durch undurchschaubare Formulierungen diesen Umstand zu vertuschen, so z.B. durch Vergabe von Fantasie-Zwingernamen (z.B. "Alfie vom Fantasiehof") und der aphabetischen Benennung ihrer Würfe (so wie es in Zuchtvereinen üblich ist). (Ein solcher Züchter antwortete uns auf unseren Einwand, das dies ja schon fast mutwillige Täuschung ist, mit den Worten "Ich bin in keinem Verein, ich kann machen was ich will!")
Wenn Sie Tiere mit Ahnentafel haben wollen (und hierzu raten wir auf jeden Fall), fragen Sie in welchem Verein der Züchter gemeldet ist, wenn dies nicht direkt offensichtlich ist.

Zudem:
Veterinäramtlich angemeldet nach §11 Schein MUSS jeder sein, der mehr als 2 vermehrungsfähige Hündinnen oder mehr als 2 Würfe im Jahr hat. Dies ist also keine besondere Auszeichnung, sondern schlichtweg durch das Tierschutzgesetz gefordert.

 

Was ist der Unterschied zwischen Züchter und Hobbyzüchter?

In Anzeigen stehen oft Bezeichnungen wie "Hobbyzucht" oder "Hausaufzucht". Hiermit wollen sich offensichtlich die Züchter absetzen und den Interessierten suggerieren, dass andere Züchter sich nicht so sehr um ihre Hunde kümmern. So etwas wie eine Hobbyzucht ist unserer Meinung nach jemand, der mit gekauften, guten Zuchttieren den Rassestandard beibehält, aber nicht viele Würfe hat, vielleicht einen Wurf im Jahr. Züchter, die aber den Rassestandard verbessern wollen, besitzen nicht nur ein, zwei Hündinnen; und dazu häufig auch mehr als einen eigenen Deckrüden. Solche Züchter müssen dann auch schnell ein Gewerbe anmelden (siehe Wieviele Hunde darf ich halten?) und werden dann von den Kleinstzüchtern ungerechtfertigter Weise als Vermehrer verschrieen.

Unsere Zucht (wie vermutlich die meisten anderen) ist auch eine "Hausaufzucht", d.h. die Hunde dürfen draußen im Garten Gassi gehen, übernachten aber alle bei uns im Haus. Wir haben keine Zwinger, in denen unsere Tiere übernachten müssen.

 

 

Rund um den Welpen

Haben Sie Welpen? Wo finde ich Ihre Wurfplanung?

Wir haben mehrfach im Jahr Welpen. Wir stellen die Welpen erst ins Netz, wenn sie bald abgabebereit sind. Es hat unserer Meinung nach keinen Sinn, Welpen bereits mit einem Tag anzubieten, da hier teilweise nicht einmal die Fellänge richtig erkannt werden kann.
Wir planen zwar welche Damen wir gerne mit welchen Rüden verpaaren wollen, allerdings lässt sich die Natur nicht zwingen. Teilweise kommt eine Hündin nicht in ihre Hitze, oder der Rüde hat an der entsprechenden Dame kein Interesse. Ebenfalls ist die Farbe meist nicht vorhersagbar, und erst recht nicht das Geschlecht. Auch die Fellänge ist nicht immer vorhersagbar. Daher ist eine Frage nach unserer Wurfplanung bestenfalls von theoretischem Interesse, und wir beantworten solche Fragen mittlerweile schon gar nicht mehr. Denn selbst bei einer tragenden Hündin ist nicht sicher, dass die Geburt ohne Probleme geschieht und überhaupt einer der Welpen überlebt.
Zudem wollen wir die Welpen nicht schon direkt nach Geburt anbieten und verkaufen. Darum verzichten wir auf die Bekanntgabe von Wurfplanungen, Wurfankündigungen und Wurfmeldungen im Netz, wie es einige Züchter mittlerweile machen. Bei Interesse schauen Sie einfach bei uns in der Welpenstube vorbei, dort sind Bilder von unseren abzugebenden Welpen in einem Alter, wo man schon sehr gut den Typ und das Wesen der bezaubernden Wesen erkennen kann.

Wenn Sie Interesse z.B. an einer speziellen Farbe haben, können Sie sich auch gerne bei uns melden, ob bereits solche Welpen bei uns liegen, oder wir setzen Sie auf eine Interessen-Liste und kontaktieren Sie, wenn wir einen Welpen nach Ihren Wünschen haben.

 

Ab welchem Alter machen die Welpen üblicherweise die Augen auf?

Die Welpen öffnen üblicherweise in der 3ten Lebenswoche (zwischen dem 14ten und 21ten Tag) die Augen. Die Ohren sind bei Geburt auch noch verschlossen und öffnen sich in etwa zur gleichen Zeit wie die Augen.

 

Ab welchem Alter darf ein Chihuahua in sein neues Zuhause ziehen? Wann sind Welpen abgabebereit?

Mit 9-10 Wochen ist ein Welpe üblicherweise kräftig genug, um von seiner Mutter getrennt zu werden. Zu diesem Zeitpunkt fressen die Welpen auch schon selbstständig und sind länger nicht mehr auf die Muttermilch angewiesen.
Die Tierschutz-Hundeverordnung §2 Absatz 4 sagt hierzu: "... Ein Welpe darf erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. ..."
Je nach seiner Entwicklung und Gewicht (besonders bei kleinen und zierlichen Tieren) ist es zum Wohl des Welpen auch mal notwendig, daß er 12 oder 14 Wochen oder sogar noch länger bei der Mutter bzw. beim Züchter verbleibt, damit das Fressverhalten (siehe hierzu insbesondere auch das Thema Unterzuckerung) und das soziale Verhalten des Welpen im Rudel beobachtet werden kann, dieser Notfalls auch beigefüttert werden kann und auch schon entsprechend sozialisiert ist.

Allerdings lernt der Welpe gerade in dem Alter zwischen 10-14 Wochen viel sozialen Umgang. Im Internet ist oft zu lesen, dass daher der Welpe solange noch beim Züchter bleiben soll, damit er dort den Umgang mit anderen Hunden lernt. Zu dieser Zeit gewöhnt sich der Hund aber auch am Besten an sein neues zu Hause und das neue Herrchen, so daß der Welpe zu dieser Zeit eigentlich auch am Besten schon im neuen Heim ist. Der neue Besitzer sollte dann aber auch dem jungen Hund möglichst viel Kontakt zu anderen Hunden (in einer Welpenschule) und Menschen ermöglichen.

 

Wann wird der Welpe "getauft"? Wie wird der Name gewählt?

Der Wurf wird normalerweise zwischen der 7-9. Woche nach der Geburt beim Zuchtbuchamt eingetragen, um die Ahnentafeln für die Welpen zu beantragen. Die Namen eines Wurfes fangen alle mit dem gleichen Buchstaben an. Der erste Wurf des Züchters mit A, dann B und so weiter.
Der Rufname, den der Besitzer seinem Hund nach belieben geben kann, sollte unserer Meinung nach kurz genug sein, um den Hund schnell rufen zu können. Eine, maximal zwei Silben lange Namen eignen sich hervorragend.

Kann man anhand des Geburtsgewichts auf das Endgewicht schließen? Wie zuverlässig sind diese Gewichtstabellen? UPDATE 19.02.2017

Eine Gewichtstabelle kann bestenfalls eine grobe Orientierung sein. Die wohl meistzitierte Tabelle im Internet nennt nach unseren Erfahrungen allerdings deutlich zu geringe Endgewichte.
Ein Laie sollte sich lieber auf die Aussage eines erfahrenen Züchters verlassen, da dieser weitere Erfahrungswerte wie z.B. Wurfstärke und Gewicht der Tiere aus früheren Würfen gleicher Verpaarung mit berücksichtigen kann.
Als ganz grobe Richtwerte kann man sagen ein Chihuahua-Welpe mit 6 Wochen etwa 1/4 seines Endgewichtes erreicht hat und mit 13 Wochen ungefähr die Hälfte des Endgewichtes hat. Dies sind aber auch nur Richtwerte, plötzliche Wachstumsschübe können genau so gut das Endgewicht beeinflussen wie ein Wachstumsstop.

Das Endgewicht vor 6 Wochen oder sogar nur anhand des Geburtsgewichtes bestimmen zu wollen kann unserer Meinung nach bestenfalls eine grobe Tendenz sein.

 

Welpen-Gesundheitscheck für Laien

Hier ein paar Stichpunkte, welche das Erkennen eines gesunden Welpen erleichtern sollen (wird noch erweitert):

 

 

Muss der Welpe gechippt werden?

Sobald Sie Europa-Grenzen überqueren wollen, muss ein Hund gekennzeichnet sein. Als neue Markierung wird mittlerweile nur noch ein Chip akzeptiert. In Abhängigkeit in welchem Land bzw. Bundesland Sie wohnen, gilt dort bereits eine Kennzeichnungspflicht mit Chip (evtl Chippflicht nur für große Hunde). Informieren Sie sich auf jeden Fall, wenn Sie einen ungechippten Hund kaufen wollen, ob nicht eine Chippflicht besteht.

Wir lassen unsere Welpen generell fachmännisch vom Tierarzt chippen, so daß Ihnen diese Pflicht mit Welpen von uns erspart bleibt.

 

Was bedeutet "Edelmix"-Welpe?

In vielen Anzeigen ist die Beschreibung "Edelmix-Welpe" zu finden. Dies soll nur sagen, dass die Eltern reinrassig sind, der Welpe selber aber doch ein Mischling ist. Ein solcher Welpe bekommt bei Hundezucht-Vereinen keine Ahnentafel, die Abstammung des Tieres ist also nicht garantiert.

 

Beim Kauf

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Wir empfehlen generell, Welpen bei einem kompetenten Züchter zu kaufen, der mit Rat und Tat Hilfe bietet und bei dem man sich Welpen und Elterntiere ansehen kann. (Lesen Sie hierzu auch Wie finde und woran erkenne ich einen seriösen Züchter? und unsere Informationen zum Thema Betrügerbanden).

Eine kleine Check-Liste, worauf man achten sollte:

 

 

Wo melde ich einen offensichtlichen (Internet-)Betrug?

Wenn Sie einem Betrüger auferlegen sind, oder einen Betrug melden wollen, sollten Sie sich an Ihre nächste Polizeiwache wenden.

Vorteilhaft ist es, wenn Sie die Adresse oder wenigstens eine (deutsche) Festnetz-Telefonnummer haben. Ansonsten wird leider die Polizei die Ermittlungen schnell einstellen müssen, da der Täter nicht ermittelt werden kann oder fern im Ausland sitzt.

Auch dies ist ein Grund, wieso Sie sich niemals ungesehen einen Hund "zuschicken" lassen sollten oder den Hund womöglich auf einem Rastplatz an der Autobahn "aus einem Kofferraum" kaufen sollten: Der Verkäufer bleibt anonym, eine evtl. angegebene Adresse ist mit großer Sicherheit falsch und so kann der Verkäufer nicht mehr ermittelt werden. Bereits überwiesenes Geld ist damit verloren.

 

Welche Unterlagen sollte ich beim Kauf mitbekommen?

Auf jeden Fall muss der Züchter Ihnen den Impfpass mitgeben und auch eine Ausfertigung des Kaufvertrages. Im Impfpass sind alle Impfungen und Untersuchungen verzeichnet, der Kaufvertrag ist Ihr Beleg, daß der Hund wirklich Ihnen gehört.
Was Sie an Unterlagen also auf jeden Fall mitbekommen sollten sind:

Falls nicht der volle Kaufpreis bezahlt wurde, ist es üblich, daß der Züchter die Ahnentafel zurück behält, bis der volle Kaufpreis bezahlt wurde. (Auf dem Kaufvertrag sollte dann die Summe der geleisteten Anzahlung vermerkt werden.)

 

Was steht üblicherweise in einem Kaufvertrag?

Beide Parteien (Züchter und Käufer) erhalten eine Ausführung von beiden Beteiligten unterzeichneten Kaufvertrag.
Im Kaufvertrag sollten folgende Punkte enthalten sein:

Lesen Sie sich genau durch was im Kaufvertrag steht. Viele Bedingungen schränken den Käufer enorm ein oder sind mit weiteren Kosten verbunden. Uns bekannte kritische Formulierungen sind z.B. Etwas weniger verpflichtend sind folgende Klauseln: Die nachfolgenden Formulierungen sind dagegen weitestgehend üblich, da die zukünftige Entwicklung eines Lebenwesens nicht vorhersehbar ist: Was aber auf keinen Fall in einem Kaufvertrag stehen sollte und die Seriösität absolut in Frage stellt sind folgende Formulierungen:

Was sind diese "Starterpakete", welche man oft bei Züchtern mitbekommt? Geben Sie auch solche Pakete mit?

Viele Züchter geben den neuen Hundebesitzern ein „Starterpaket“ mit, eine Zusammenstellung von Dingen, die der Welpe in den ersten Wochen vermutlich braucht (z.B. Kuscheldecke, Kauknochen, Welpenfutter, Info-Broschüre...). Meistens sind diese Pakete von Futter- oder Zubehör-Herstellern zusammengestellt und enthalten ausschließlich deren Produkte. Solche Werbepakete werden von den Herstellern an Züchter kostenfrei abgegeben. Der Züchter muss lediglich von den neuen Besitzern den Empfang des Pakets quittieren lassen, und meistens soll auch noch Adresse, Email und Telefonnummer angegeben werden, auf dass die Werbeflut an den Welpenbesitzer starten kann. Diese Angaben sind selbstverständlich freiwillig, allerdings stellen einige Firmen dem Züchter sogar Pakete in Rechnung, für die niemand unterschrieben und seine Daten gegeben hat.

Wir geben mittlerweile wieder häufiger Werbe-Starterpakete statt selbst zusammengestellter Starterpakete heraus, in dem u.a. das Futter enthalten ist, welches unsere Welpen gewöhnt sind. Dadurch wird der Umzug unter Umständen nicht noch durch eine Magenverstimmung durch Futterumstellung erschwert. Unser Starter-Paket enthält alles wichtige für die ersten Tage. Wichtig für uns ist hierbei aber, dass man seine Adresse nicht herausgeben muss, wenn man nicht den mit angebotenen Einkaufs-Bonus und zusätziches Info-Material in Anspruch nehmen will.

 

 

Informationen für den neuen Hundehalter

Darf ich einen Chihuahua-Welpen am Kopf streicheln?

Es hält sich immer noch sehr hartnäckig das Gerücht, daß man Chihuahua-Welpen nicht am Kopf streicheln darf. Angeblich aufgrund der bei den Chihuahuas zu weit offenen Fontanelle. Dies stimmt natürlich nicht. Man darf auch einen Chihuahua-Welpen am Kopf streicheln. Das die Fontanelle im Welpenalter noch etwas geöffnet ist, ist ganz normal. Die Fontanelle ist eine Spalte, an welcher der Schädel (noch) nicht zusammengewachsen ist. Dadurch ist der Schädel während der Geburt etwas "formbar". Der Kopf kann so durch den Geburtskanal nach draußen gelangen. Gäbe es diese Fontanelle nicht, wäre die Geburt nur schwer oder gar nicht möglich. Die Fontanelle wächst im Laufe der ersten Monate zu. Sollte sie dennoch ein wenig offen bleiben, ist dies bei den Chihuahuas ein zuchtausschließender Fehler. Mit solchen Tieren darf nicht gezüchtet werden. Eine leicht offene Fontanelle beeinträchtigt die Gesundheit nicht direkt. Mit sochen Tieren muß man allerdings etwas vorsichtiger umgehen. Sie sollen keine dumpfen Schlage (auch keine leichten) oder Druck auf den Kopf bekommen. Dies ist auch bei Welpen zu beachten, bei denen die Fontanelle noch geöffnet ist. Das Streicheln am Kopf stellt aber kein Problem dar.

 

Was füttert man wie regelmäßig dem Neuzugang?

Dem Welpen sollte immer Wasser, Trockenfutter und auch spezielles Welpen-Nassfutter zur Verfügung stehen. Welpen haben keine großen Reserven und sollten immer Futter zur Verfügung haben. (Unsere Welpen bekommen zusätzlich bis zur Abgabe auch einen speziellen Welpenbrei.)
Bitte stellen Sie dem Welpen immer Futter zur Verfügung und experimentieren nicht! Denken Sie an das Thema Unterzuckern, bekommt der Welpe nicht regelmäßig und genügend Futter, spielen Sie mit dem Leben des Tieres!
Erwachsene Tiere bekommen ebenfalls immer Wasser und Trockenfutter zur Verfügung, hierzu 1-2 mal pro Tag auch Nassfutter oder alternativ gekochtes Fleisch oder Rohkost wie Pansen.
Füttern Sie Hunden sicherheitshalber kein rohes Schweinefleisch! Durch rohes Schweinefleisch kann ein Virus (siehe Aujeszkysche Krankheit) übertragen werden, der für Hunde tödlich ist. Glücklicherweise gilt Deutschland als frei von diesem Virus, aber so sind Sie auf der sicheren Seite.
Das Abkochen von Fleisch macht einiges an Arbeit, Pansen riecht zudem auch unangenehm. Fütterung von Rohkost ist nicht jedermanns Sache, so muss jeder Hundehalter für sich entscheiden, ob er den Aufwand auf sich nimmt oder lieber komplett auf das fertige Hundefutter zurückgreift.

 

Was ist Tasso, und wieso sollte ich meinen Hund dort anmelden?

Tasso ist ein Verein, der sich darum bemüht, entlaufene Haustiere wieder zu ihrem Frauchen und Herrchen zurück zu bringen. Sie können hier Ihr Tier kostenlos registrieren (Antrag zur Registrierung hier downloaden oder Tierarzt auf Tasso ansprechen) und dadurch die Erfolgschancen des Wiederfindens bei entlaufenen Tieren erheblich steigern.
Wir haben selber Fälle mitbekommen, bei denen ohne Tasso der entlaufene Hund vermutlich nie wieder gefunden wurde.

 

Was halten Sie von einer Kastration/Sterilisation?

Eine universelle Antwort kann man hierzu nicht geben, es sollte hier immer von Fall zu Fall entschieden werden.
Leben Rüde und Hündin zusammen, und der Halter hat keine Zuchtambitionen, sollte eines der beiden Tiere sicherheitshalber operiert werden, um ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden.
Bei einem Rüden ist eine Operation ein kleinerer Eingriff, daher zunächst zu bevorzugen. Wenn jedoch der unkastrierte Nachbarsrüde öfter zum Spielen zu Besuch kommt, hilft es natürlich nicht, wenn der eigene Rüde kastriert ist. Dann hilft nur die Hündin zu operieren.
Rüden mit einem Hoden-Fehlstand (ein Hoden ist nicht abgesenkt oder hat sich in der Leiste eingeklemmt) können durch die erhöhte Temperatur der Hoden dort zu Krebsentwicklung neigen. In diesem Fall wird ein Tierarzt vermutlich ohnehin zu einer Operation raten.
Manche Rüden drehen auch bei dem Geruch von heissen Hündinnen in der Nachbarschaft regelrecht durch. Andere Rüden bleiben "eiskalt", auch wenn eine heisse Hündin direkt vor ihnen steht. Im ersten Fall wäre evtl eine Operation anzuraten, besonders wenn viele Hündinnen in der Nachbarschaft sind, im zweiten Fall so gut wie unnötig.
Man muss also die Umstände berücksichtigen, in denen die Hunde leben und sollte auch mit dem Tierarzt des Vertrauens besprochen werden.

Die Erziehung

Wie bekomme ich einen Chihuahua-Welpen stubenrein? Gehen Chihuahuas wirklich auf die Katzentoilette?

Oft findet man im Internet die Aussage, daß Chihuahuas (und andere kleine Hunderassen) auch auf die Katzentoilette gehen. Komentare hierzu sind ebenso oft, der Hundehalter sollte öfter mit dem Welpen Gassi gehen oder eine Zeitung auslegen, auf welcher der Welpe dann sein Geschäft machen soll.
Regelmässiges Gassi gehen ist selbstverständlich wichtig, allerdings wird auch der aufmerksamste Hundehalter bei einem jungen Welpen nicht jedesmal mitbekommen, wenn dieser mal "muss".
Das Problem beim Zeitung auslegen wird sein, daß sich der Hund daran gewöhnt und dann später auch bei einer auf den Boden gefallenen Zeitung dies als Zeichen für das Geschäft ansieht.
Das Katzenklo ist hier besonders für Welpen eine gute Lösung, welche dem Hund leicht anzutrainieren ist. Wer hier sagt "Das ist doch nicht normal, Hunde haben nicht in ein Katzenklo zu machen!" sollte mal überlegen, ob er lieber nachts beim eigenen Toilettengang in einen Hundehaufen treten möchte, oder alternativ nachts im Stundentakt schauen will, ob der Hund Gassi gehen will.
Mit zunehmendem Alter halten die Hunde auch länger aus und werden von sich aus dann lieber ihr Geschäft draußen erledigen.
Das Katzenklo ersetzt nicht das Gassi-Gehen! Es erleichtert nur die anfängliche Erziehung der Hunde!

 

Sind ihre Welpen stubenrein?

Welpen können noch nicht lange "anhalten" und es ist Aufgabe des Besitzers, rechtzeitig zu erkennen, wenn ein Welpe mal muss. Allerdings wissen unsere Welpen schon, dass sie nicht überall ihr Geschäft erledigen sollen. Unsere Welpen sind an die Katzentoilette vorerzogen, d.h. sie kennen das Katzenklo und wissen wofür es da ist. Das bei solch jungen Wesen dennoch auch einmal etwas daneben gehen kann, sollte niemanden überraschen. Zudem bringt ein Wohnungswechsel auch einiges an Aufregung mit sich. Daher können wir nicht garantieren, daß unsere Welpen nicht doch einmal in die Wohnung machen. Wird jedoch eine Katzentoilette angeboten und der Welpe umgehend nach jeder Fütterung auf die Wiese gebracht, sollte das "große Malheur" nur noch in Ausnahmefällen passieren.
Kritisch bei Welpen ist ebenfalls der Augenblick des Erwachens: hat ein Welpe geschlafen, hat sich üblicherweise Druck aufgebaut und das Tier wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit gleich erleichtern wollen. Wichtiges Anzeichen ist, wenn der Welpe sich womöglich auch noch schnüffelnd im Kreis zu drehen beginnt, spätestens jetzt sollte der neue Hundebesitzer aufspringen und seinen Zögling schnellstmöglich auf den gewünschten Ort bringen, damit nichts daneben geht.

Wir möchten an dieser Stelle aber noch einmal darauf hinweisen, dass ein Katzenklo nicht das Gassi-Gehen ersetzen kann.

 

Worauf muss ich bei der Erziehung eines Chihuahuas besonders achten?

Chihuahuas sind genau so Hunde wie andere Rassen auch, und bedürfen keiner besonderen Erziehung. Von daher gilt jeder Hunde-Erziehungstipp wie bei jeder anderen Rasse auch. Dies möchten wir aber ausdrücklich dem neuen Hundehalter als Besonderheit und Erziehungstipp mitgeben, gerade bei einer kleinen Rasse ist man vielleicht nicht ganz so streng in der Erziehung und zieht sich einen kleinen Tyrann heran. Sehen Sie den Chihuahua so wie sein Ego ist: Als mindestens 50kg Hund mit einer Schulterhöhe von rund einem Meter.

 

Haltung und Gesellschaft

Kann man Chihuahuas mit Katzen oder größeren Hunden halten?

In der Regel kann man sagen, daß sich Chihuahuas auch sehr gut mit großen Hunden verstehen, wenn die größeren Tiere kein Problem mit anderen Artgenossen haben und auch ansonsten eher friedlicher Natur sind. Bei Rassen mit ausgeprägtem Jagdtrieb sollte man aber vorsichtig sein. Es könnte sein, daß sie den kleinen Welpen als Beute betrachten. Kommt der Chihuahua in einem noch recht jungen Alter zu seinem größeren Mitbewohner, ist die Zussammenführung oft leicht und der kleine Welpe wird schnell akzeptiert. Dennoch sollte man immer wachsam sein und die Hunde nie unbeaufsichtigt zusammen lassen. Erst recht sollte man sich niemals auf den sogenannten Welpenschutz verlassen. Den Welpeschutz gibt es nämlich nicht in der so sehr bekannten Form. Innerhalb des bekannten Rudels genießt ein Welpe zwar den sogenannten Welpenschutz, bei fremden Artgenossen existiert dieser allerdings nicht. Es kann zwar sein, daß der fremde Hund den kleinen Artgenossen als Welpe erkennt und vorsichtiger mit ihm umgeht, dies ist aber nicht zwingend. In den meisten Fällen und bei den meisten Rassen läßt sich ein Chihuahua als Zweithund gut eingliedern, wenn man gerade in der ersten Zeit gut aupaßt und die Tiere langsam aneinander gewöhnt.

Mit Katzen besteht auch eher die Gefahr, daß die Katze den Chihuahua verletzt als anders herum. Gerade wenn der Hund vom Welpenalter die Katze als gleichberechtigten "Mitbewohner" kennengelernt hat, sollte hier vom Hund aus kein Problem mit der Vergesellschaftung bestehen. Wie bei größeren Hunden sollte man auf jeden Fall die Gewichtsunterschiede der Tiere und die daraus resultierende Verletzungsgefahr berücksichtigen.

 

Verstehen sich Chihuahuas mit (kleinen) Kindern?

Zuallererst muß hier gesagt werden, daß ein Chihuahua kein Spielzeug ist. Chihuahuas und kleinere Kinder sollten nie ohne Aufsicht alleine gelassen werden. Bei jüngeren Kindern sind die motorischen Fähigkeiten noch nicht voll ausgeprägt und es kann sehr schnell vorkommen, daß das Kind den Hund zu fest packt oder drückt. Gerade Kleinkinder haben auch noch nicht den Verstand um zu begreifen, daß sie dem Hund schaden können. Kinder wollen einfach spielen und behandeln das Tier zuerst wie ihre Stofftiere. Daher sollte man sich wirklich überlegen, ob man die Zeit hat, sich um Kind und Hund zu kümmern. Es muß auch die Möglichkeit geben, Hund und Kind trennen zu können, wenn man gerade nicht auf beide achten kann.

 

Wie lange kann ein Chihuahua alleine bleiben?

Wie jeder andere Hund auch sollten Chihuahuas nicht den ganzen Tag alleine bleiben. Als Richtwert sollte man ein ausgewachsenes Tier nicht länger als 6 Stunden alleine lassen (und dies auch nicht regelmässig, sondern als Ausnahme). Einen ganzen Arbeitstag das Tier alleine in der Wohnung lassen geht also nicht.
Bei Welpen ist es noch wichtiger, daß sie nicht stundenlang alleine sind. In den ersten ersten Wochen im neuen Heim sollte der Welpe erst recht nicht zu lange alleine bleiben, um sich gut einzuleben. In diesem Alter sollten die Welpen nicht länger als 2-3 Stunden alleine gelassen werden.

Wichtig: Lassen Sie die Tiere nie alleine mit kleinen Kindern! (Zum beiderseitigen Schutz: Kleinkinder sind noch sehr unkontrolliert in ihren Bewegungen und können ihre Kraft nicht einschätzen; ein bedrängter Hund beißt auch mal zu.)

 

Über das Anleinen vor Geschäften

Ein Hund, egal ob klein oder groß, sollte niemals vor einem Geschäft angeleint und unbeaufsichtigt gelassen werden. Erst recht kein kleiner Rassehund wie ein Chihuahua. Der Diebstahl von vor Geschäften angeleinten Rassehunden (von Klein- aber auch von Großrassen) nimmt leider immer weiter zu. Da der Chihuahua zu den beliebtesten und auch zu den teuersten Rassen gehört, ist er ein Hauptziel von Hundedieben. Außerdem lädt seine Größe zusätzlich förmlich dazu ein, ihn einfach mitzunehmen. Chihuahuas lassen sich auch ohne Ahnentafel und auch als ältere Tiere sehr gut verkaufen. Wenn ein gechipter Hund irgendwann einmal bei einem Tierarzt auftauchen sollte, besteht eine geringe Chance, seinen Hund noch einmal wieder zu sehen, aber in den meisten Fällen ist der gestohlene Rassehund nicht wieder auffindbar. Dabei sollte man Einkauf und Spaziergang möglichst trennen, damit man seinen Hund nicht vor irgendeinem Geschäft alleine lassen muß.

 

Urlaub als Hundehalter. Was muss ich beachten?

Die Tierschutz-Organisation "Vier Pfoten" hat diesbezüglich gute Informationen zusammen gesammelt. Dort sind auch die Reisebestimmungen beschrieben:

 

Mein Chihuahua ist so süss, ich hätte gerne Nachwuchs. Was muss ich beachten?

Viele Hundehalter finden gerade ihren Hund als den tollsten, und wünschen sich genau von diesem Nachwuchs.
Natürlich macht Liebe blind, und man übersieht beim eigenen Liebling gerne den einen oder anderen Fehler. Zum Beispiel sehen Schlappöhrchen sicherlich niedlich aus, sind aber beim Chihuahua und auch vielen anderen Rassen ein zuchtausschliessendes Kriterium. Selbst wenn der eigene Hund ein reinrassiger Vertreter seiner Rasse ist, kann er also noch immer Fehler haben, die ihn für einen guten Züchter aus der Zucht ausschließen.
Bei einer Hündin kommt zudem noch dazu, ob sie die Strapazen einer Geburt überhaupt übersteht. Um es noch einmal ganz direkt zu sagen: Hier spielt der Besitzer mit dem Leben seines Tieres, gerade bei den Kleinrassen!
Zudem kommt zu der teilweise blutigen Geburt auch noch die Nachsorge, teilweise müssen die Winzlinge mehrere Wochen lang zunächst fast im Stundentakt versorgt werden, und dies auch Nachts!
Zudem sollte ein Tierarzt in Reichweite sein, der auch nachts erreichbar ist, da Geburten meistens in der Nacht losgehen. Dazu kommt, dass man auch ein finanzielles Polster von mindestens 1000€ für einen Kaiserschnitt und die Nachsorge direkt verfügbar haben sollte. Die Häufigkeit von Kaiserschnitten bei kleinen Rassen liegt mit 30-40% doch sehr hoch.
Wenn Sie kein Züchter sind, schlagen Sie sich den Gedanken an eigenen Nachwuchs besser aus dem Kopf. Auch angehende Züchter gehen meistens zunächst bei einem erfahrenen Züchter "in Lehre" oder machen zumindest Lehrgänge von den Zuchtvereinen mit, um sich auf die anstehenden Aufgaben vorzubereiten.

 

Vereine, Papiere und ganz viel Bürokratie

Wieviele Hunde darf man halten? Wann muss ich ein Gewerbe anmelden?

Hier wird es etwas bürokratisch. §11 TierSchG besagt:

"(1) Wer [...] (1) Wirbeltiere [...] (8) gewerbsmäßig [...] (a) [...] züchten oder halten [...] will, bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde. [...]"

Die zuständige Behörde ist hier das zuständige Veterinäramt. Und für die Erlaubnis ist eine Sachkundeprüfung nach §11 nötig (nicht der sogenannte Hundeführerschein, sondern eine Prüfung zum Thema Tierhaltung: Hund). Aber was heisst in diesem Falle "gewerblich"?

Hierzu sind wir auf einigen Seiten der zuständigen Veterinärämter fündig geworden (z.B. VetAmt Recklinghausen, VetAmt Erfurt, Landkreis Leer, Landkreis Günzburg). Diese besagen, dass ab 3 fortpflanzungsfähigen (d.h. nicht kastrierten) Hündinnen oder ab 3 Würfen pro Jahr bei Hundehaltung von einer gewerbsmäßigen Zucht auszugehen ist.
Wer also 3 unkastrierte Hündinnen hält, muss bereits ein Gewerbe anmelden, selbst wenn die Hündinnen keine Welpen haben.

Hiermit sollten sich dann Fragen nach dem Grund einer Gewerbeanmeldung bei seriösen und ernsthaften Zuchten erübrigen.

 

Warum sollte ein Hund Papiere (eine Ahnentafel) haben? UPDATE 08.06.2017

Mit Papieren ist es einfach sicherer, daß der Welpe reinrassig ist, das angegebene Alter hat, keine Erbkrankheiten hat oder nicht sogar gestohlen wurde. Zudem gilt die Ahnentafel als Urkunde und Falschangaben könnten hier sogar als Urkundenfälschung geahndet werden. Ein Züchter wird entsprechend dafür sorgen, dass die Angaben in den Papieren richtig sind.

 

In welchem Verein/Dachverband sind Sie? Was für Papiere haben ihre Tiere?

Wir sind dem VRZ-DHS angeschlossen, dementsprechend haben unsere Hunde einen DHS-Stammbaum.

 

Warum nicht im ...?

Wenn diese Frage gestellt wird, ist der genannte Name zumeist der VDH in Deutschland; ÖKV in Östereich, oder SKG/SCS in der Schweiz (und als internationaler Dachverband der FCI). Dieser ist durch die große Präsenz und starke Lobby der wohl meist bekannte Dachverband.
Die Satzung des FCI enthält allerdings Punkte, mit denen wir nicht konform gehen (Anspruch "der einzig wahre Verein zu sein", siehe Unterschiede zwischen den einzelnen Vereinen). Aus diesem Grund sind wir einem anderen Verband angeschlossen.

 

Sind im Verein ... nicht viele schwarze Schafe, und im Verein ... weniger?

Schwarze Schafe gibt es wohl überall, und je größer ein Verein ist, desto geringer ist die Chance, den Verein komplett "sauber" zu halten. Kleine Vereine könnten hingegen aber Eigengründungen gerade dieser "schwarzen Schafe" sein.

Die Züchter haben sehr strenge Auflagen von den meisten Vereinen, welche auch überwacht werden. Aber kein Verein kann trotz aller Auflagen und Kontrollen ganz verhindern, daß es auch schwarze Schafe gibt, selbst wenn man es gerne von sich behauptet.
Hier sollte man lieber Vertrauen in Vereine haben, in welchen offen über Vertrauensbrüche vereinzelter Mitglieder komuniziert wird, als solche, in denen alles verleugnet wird.

 

Was sind denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Vereinen/Dachverbänden?

Der deutsche VDH ist dem internationalen Dachverband FCI angeschlossen, welcher laut seiner Satzung nur ihm angeschlossene Vereine akzeptiert. Dadurch werden auch vereinsfremde Stammbücher nicht anerkannt. (siehe Geschäftsordnung der FCI, Artikel 8.2) Hunde mit anderem Stammbaum gelten dort also wie Hunde ohne Papiere.

Die meisten anderen Vereine/Dachverbände wie auch VRZ-DHS jedoch sind liberaler und akzeptieren die Papiere und Stammbäume anderer neben ihnen bestehender Vereine.

Hierdurch dürfen Hunde aus anderen Vereinen nicht auf Ausstellungen des VDH vorgeführt werden, außer sie wurden beim VDH registriert (siehe Was passiert bei der Umschreibung von Papieren?).

 

Muss ich die Ahnentafel/Papiere umschreiben lassen? Was passiert dabei? Was sind Registerpapiere?

Um im VDH mit einem fremden Hund zu züchten oder dort auf Ausstellungen zu gehen, muss das Tier auf den FCI umgetragen werden und erhält sogenannte Registerpapiere (d.h. der Hund ist offiziell registriert, hat aber keine Ahnentafel).
Dies geschieht offiziell um die Rassestandards zu gewährleisten. Dabei werden bei einem Umschreiben die Vorfahren der Tiere sowie der Zwingername aus den Papieren entfernt. Hierbei wird also nicht nur jeder Bezug zum (nicht-VDH) Züchter des Hundes entfernt, sondern auch die Ahnenforschung/(In-)Zuchtkontrolle erschwert, was ja eigentlich das Ziel dieses Umtragens sein soll.
Vollwertige Papiere (mit allen Ahnen) erhält man erst wieder nach der dritten Generation. Danach wären Ahnen aus fremden Verbänden ohnehin von der Ahnentafel verschwunden.
In anderen Vereinen können auf ähnliche Weise Hunde ohne Papiere/Ahnentafel offiziell zur Zucht zugelassen werden, nachdem sie von einem Zuchtrichter als reinrassige Vertreter ihrer Rasse beurteilt wurden.

 

Kann ich mit meinem Hund dennoch auf Ausstellungen, ohne die Papiere umschreiben zu lassen?

Ja, aber nicht auf vom VDH/FCI organisierte Veranstaltungen.
Viele liberale Vereine veranstalten Ausstellungen, zu denen auch Hunde mit vereinsfremden Stammbüchern willkommen sind. Da die meisten liberalen Vereine sich gegenseitig anerkennen, ist die Auswahl an Ausstellungen und Örtlichkeiten vielleicht sogar größer als bei jenen vom VDH ausgerichteten Ausstellungen.

 

Welche Auflagen stellen Vereine üblicherweise den Züchtern?

Hier beispielhaft einige Auflagen, welche der VRZ an seine Züchter stellt:

Alle diese Auflagen dienen in erster Linie dazu, die in der Zucht befindlichen Tiere zu schützen. Bei Rassen mit kleinem Genpool (sprich: wenige existierende Tiere) kann hierüber auch gesteuert werden, dass z.B. ein bestimmter Deckrüde nicht plötzlich in allen Ahnentafeln auftaucht und somit ein Genverlust (und dadurch evtl. vererbbare Krankheiten ausbrechen) entsteht.

 

Muss man als Züchter in einem Verein Ausstellungen besuchen? NEU 08.06.2017

Die Antwort ist ein ganz klares Nein! Ausstellungen dienen zum Erfahrungsaustausch und bieten eine gute Gelegenheit, die Tiere anderer Züchter zu sehen und vielleicht den eigenen Nachwuchs mit dem anderer Züchter zu vergleichen. Zudem zeigen viele (erfolgreiche) Ausstellungsbesuche eines Tieres an, das dieses Tier öfter zur Begutachtung präsentiert wurde und nicht nur vom eigenen Besitzer als typvoll erachtet wird.
Theoretisch kann in einem Nicht-FCI-Verein gezüchtet werden, ohne jemals ein anderes Mitglied dieses Vereins oder einen anderen Züchter gesehen zu haben. Notwendige Untersuchungen und die Zuchttauglichkeitsprüfung kann in den meisten Vereinen auch der Tierarzt durchführen (und diesen sollte man sowieso regelmässig besuchen). Nicht vorhandene Mobilität ist also kein Grund, keinem Verein beizutreten (Wie wir bereits gesehen haben: Ich kann gesundheitlich nicht so früh an Ausstellungen teilnehmen, darum bin ich in keinem Verein.). Wird so etwas behauptet, ist dies unserer Meinung nach nur eine dumme Ausrede sich das Geld für die Ahnentafeln zu sparen, welche zudem auch noch als Urkunde gelten und damit die Richtigkeit der dort enthaltenen Daten eine ganz andere Qualität haben als die womöglich nur mündlich übermittelten Elterntiere. So wird jegliche von den Vereinen durchgeführte Kontrolle ausgehebelt. Ob solche Leute die Zucht beim Veterinär- oder Ordnungs-Amt gemeldet haben, wagen wir zusätzlich zu bezweifeln.

Ausstellungen

Was ist eine Hundeausstellung? Was passiert da?

Auf einer Hundeausstellung werden die Tiere von entsprechenden Richtern nach ihrem Rassestandard bewertet.
Züchter können sich hier ihre Tiere zudem als zuchttauglich schreiben lassen.
Zudem ist es eine gute Gelegenheit für werdende Hundehalter, sich eine Übersicht über die existierenden Rassen zu verschaffen und mit anderen Hundehaltern und auch Züchtern in Kontakt zu kommen.

 

Kann ich mit meinem Hund auch auf Hundeausstellungen gehen? Was ist nötig?

Jeder der Spass an seinem Hund hat, kann auf eine Ausstellung gehen. Auf vielen Ausstellungen sind sogar Hunde ohne Papiere und Mischlinge in einer eigenen Klasse zugelassen.
Gültige Impfungen sind auf jeden Fall notwenig. Oft wird noch verlangt, dass die Tollwutimpfung maximal ein Jahr alt ist, obwohl es mittlerweile Impfstoffe gibt, die einen längeren Impfschutz bieten. Für genauere Informationen informieren Sie sich beim Ausstellungs-Veranstalter.

 

Muss ich mit meinem Hund auf Ausstellungen gehen?

Nein.
Wir haben allerdings schon gehört, daß Züchter sogar im Kaufvertrag festhalten, daß der Käufer mit dem Tier auf Ausstellungen gehen muss. Die Entscheidung auf Ausstellungen zu gehen oder nicht sollte unserer Meinung jedoch allein der Hundehalter treffen. Nur dieser kennt seinen Zögling auch gut genug um zu wissen, ob für das Tier die Aufregung auf einer Ausstellung nicht zu viel Stress bedeutet.

 

Wo finde ich Termine von Hundeausstellungen? Gibt es eine Liste von Vereinen mit Ausstellungen? UPDATE 19.02.2017

Hier eine Liste von Vereinen, welche Hunde-Ausstellungen in Deutschland organisieren und Papiere der meisten anderen Vereine akzeptieren (alphabetisch, ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

 

Was muss ich auf eine Hundeausstellung mitnehmen?

 

Deckrüden

Ich habe einen tollen Chihuahua-Rüden, wollen Sie diesen als Deckrüden einsetzen?

Wir bekommen regelmäßig Angebote, einen Rüden zum Decken einzusetzen.
Bevor Sie sich jedoch überhaupt bei uns melden, sollte der Rüde folgende Voraussetzungen erfüllen (die auch wir an unsere Zuchtrüden stellen):

Allerdings setzen wir selten fremde Rüden ein, und diese wählen wir auch sehr kritisch aus. Die Chance, dass wir einen vorgestellten Rüden zum Decken einsetzen, ist also äußerst gering.

 

Wir würden gerne mit einer Hündin zum Decken kommen. Welche Rüden stellen Sie als Deckrüden zur Verfügung?

Wir wollen unsere Rüden nicht überlasten und setzen sie natürlich bevorzugt zum Decken unserer eigenen Damen ein.
Aus diesem Grund stehen unsere Rüden auch generell nicht für fremden Damenbesuch zur Verfügung.

 

Diese Fragen-und-Antworten-Liste

Diese Fragen-und-Antworten finde ich toll, darf ich diese auf meiner Seite übernehmen?

Einen Link hierher setzen dürfen Sie gerne, den Text kopieren allerdings nicht.
Wir haben viel Zeit und Mühe in diese Zusammenstellung investiert, und so möchten wir Sie bitten, das Urheberrecht zu achten und nur auf unsere Seite zu verlinken anstatt direkt den Text zu "klauen".

Um noch einmal deutlich zu werden, weil es ja anscheinend schwer ist zu verstehen und das Urheberrecht zu beachten: Das heißt NEIN, Finger weg von unseren Texten!